Freitag, 13. Februar 2026

Tag 7: Musée des Civilisations Noires

Heute hab ich die heißen Stunden mal drinnen verbracht, und zwar im Musée des Civilisations Noires.



Ein sehr schönes Gebäude, vor allem innen. Modern, luftig, trotzdem behaglich - hat mir gefallen. 


Im unteren Stockwerk gab es Exponate und Schautafeln zur Geschichte Afrikas, der menschlichen Entstehung und Migration, und - was ich besonders interessant fand - zur Entwicklung und Verwandtschaft unterschiedlichster Sprachen. Das war sehr informativ und hat mich vor allem auf intellektueller Ebene angesprochen.

In Mali bekam ich den Namen "Ami Sangharé"


Das obere Stockwerk hat mich dagegen eher emotional eingenommen. Die weitläufigen Räume zeigten Kunst aus vielen Epochen.






eins meiner Lieblingsbilder

das auch. Die Visionärsbrille ...


Eine große Ausstellung war den afrikanischen Frauen gewidmet.






Es gab natürlich auch einen Tag 6, aber der ist irgendwie kein eigenes Posting wert. 

Alles drehte sich um die für Freitag (heute) geplante Weiterreise, aber eine spontane Nutzung des öffentlichen Überland-Transports scheint unmöglich. Als ich endlich vor diesem Fährticket-Schalter stand, erntete ich nur ein Schulterzucken - das Boot ist schon voll. Und bis Dienstag in Dakar herumhängen, nee, da ist der halbe Urlaub rum. Na gut, dann fahr ich stattdessen mit dem Bus nach Saint-Louis. 

Aber das wär ja zu einfach! 

Es ist unmöglich, ohne lokale Telefonnummer online ein Busticket zu reservieren! (Meine eSIM hat nur Daten.) Hab stundenlang rumprobiert, es per Email/ Whatsapp versucht etc. Meine Vermieterin war nicht da. Ok, dann muss ich wohl mit dem Taxi irgendeine Fahrkartenverkaufsstelle finden, das wird es doch geben ...

Unten fragte ich den Wachmann im Hausflur, ob er sowas kennt. 

Da hinten sitzt er fast immer

Dann verselbständigte sich das Geschehen. Ein weiterer Mann tauchte auf, dessen Verwandte bei der Busgesellschaft arbeitet. Sie wurde telefonisch eingespannt und hat im Hintergrund rausgefunden: Für Freitag sind alle Plätze schon reserviert, aber am Samstag ist noch ein Platz frei für die Strecke nach Rosso-Bethio, da kann man schon in Saint-Louis aussteigen. Ok, also Samstag früh statt Freitag. Umständliche Durchgabe meiner  exotischen Personalien an die Verwandte, mobile Zahlung durch den Wachmann.  

Und noch mal Zimmer verlängern.

Das war es in aller Kürze zusammengefasst. 

Ich hab jetzt ein Papierticket in Form eines ausgedruckten Screenshots, ausgestellt auf einen völlig falsch buchstabierten Nachnamen, mit der Handynummer des Wachmanns, und ich bleibe einfach optimistisch, dass die mich damit einsteigen lassen. Auf eine Madame Haubert können sie jedenfalls lange warten.


Das ist übrigens die Sitznummer und nicht mein Alter ... oder?

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