Donnerstag, 19. Februar 2026

Tag 13: noch mal Museen

 Da ich nach der Djoudj-Tour auf der Altstadt-Insel abgesetzt wurde, suchte ich mir dort erst mal was zu essen. Ich landete im vietnamesischen Restaurant, dessen Speisekarte Gemüsiges versprach. Offensichtliche Asiaten gab es dort allerdings nicht. Der Chef am Tresen war wohl ein ausgewanderter Europäer, die Belegschaft sah einheimisch aus.

Ich bekam einen richtig leckeren Salat.





Und für die heißen Nachmittagsstunden waren ja noch Museen übrig vom "Archipel".

Ich besuchte erst "Les Comptoirs".


Das war ganz anders als erwartet. Es sind verschiedene Fotos, Bilder und Skulpturen ausgestellt, vor allem aber wirkte das ganze Gebäude nicht wie ein Museum, sondern eher wie ein schickes und großzügiges Restaurant. Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich um einen Veranstaltungsort für Künstler (oder so) ...















Anschließend habe ich die drei Stockwerke des "Origines" besichtigt. 


Besonders angesprochen haben mich die kulturellen Exponate der Dogon aus Mali, denn vor 16 Jahren bin ich selbst durchs Pays de Dogon gewandert und habe dort z.B. solche Türen und Leitern als Alltagsgegenstände kennengelernt (und benutzt).









Die Ausstellung umfasste aber noch viel mehr Völker Afrikas ... hier nur eine Mini-Auswahl.





Vom Dach aus hatte man einen tollen Ausblick.




Anschließend spazierte ich noch durchs Quartier Sud und dann zurück in meine Auberge.







Und hier lieg ich nun im Bett und lausche unfreiwillig der Ramadan-Beginn-Musik draußen. Das geht schon seit Stunden und hört hoffentlich bald auf. Sonst müssen zum ersten Mal auf dieser Reise meine Ohrstöpsel zum Einsatz kommen ...

https://youtu.be/UCzxxC8m6DE?si=jf0eId6F7JWOIORp  (Ton an!)

Habe übrigens später erfahren, dass das nichts mit Ramadan zu tun hatte, sondern jeden Freitag hier im Viertel Live-Musik ist als Community-Veranstaltung.



Tag 13: Djoudj Nationalpark

 Heute habe ich einen halbtägigen Ausflug in den Djoudj Nationalpark gemacht. Es handelt sich immerhin um das weltweit drittgrößte Vogelreservat, ist UNESCO-Weltnaturerbe/ Weltkulturerbe.




Ich war in einer 5er Gruppe plus Fahrer plus Guide. Unterwegs kauderwelschten wir in Französisch, Englisch und Spanisch.

Die 60km lange Anfahrt ging hauptsächlich über eine Piste, die nur in der Trockenzeit befahrbar ist.


In der Regenzeit ist hier alles überschwemmt (und der Nationalpark für Besucher geschlossen).

Unterwegs sahen wir Affen im Gebüsch, aber die sind immer schnell geflüchtet.



Mauretanische Einwanderer ;)


Am Eingang des Parks war mal ein Hotel, das heute nur noch ein Lost Place ist.





Während wir darauf warteten, unser Boot besteigen zu können, rannte tatsächlich ein Wildschwein Warzenschwein vorbei!


Und die ersten Pelikane ließen sich am Ufer blicken.


Wir stiegen zusammen mit anderen Gästen in das Boot und fuhren los. 


Schon bald sichteten wir riesige Pelikanansammlungen in der Ferne ...



... und fuhren ganz dicht dran vorbei.


https://youtube.com/shorts/wUtKcHfNdGc?si=gyx8xM7lUMssbPz3



Auch in der Luft neben und über uns war was los!








Da wurde wild um die Wette geknipst ...


Es gab natürlich auch viele andere Vögel, die jedoch von den Pelikanmassen sehr in den Schatten gestellt wurden.









Ich muss irgendwann in Ruhe nachschlagen, was ich da eigentlich für Spezies gesehen habe. Unser Guide hatte ein Bilderbuch mit den französischen und englischen Bezeichnungen parat, aber das sagte mir kaum was. (Und wer weiß, ob ich die deutschen Namen kennen würde.) Immerhin: Möwen, Reiher und Kormorane hab sogar ich identifiziert. Ganz in der Ferne war wohl auch ein Flamingo zu sehen, aber mein entsprechendes Handyfoto ist viel zu schlecht geworden.

Ganz vereinzelt sonnten sich am Ufer sogar Krokodile.



Leider sahen wir auch Pelikane, die sich in einem Fischernetz verfangen hatten. 

Der Pelikan rechts hängt fest


Es hieß, jemand von den Parkrangern kümmert sich darum, und es wird wohl auch die Polizei eingeschaltet, weil Fischerei hier verboten ist. Ich möchte gern glauben, dass das wirklich so passiert.


Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir mit unserem Boot ein großer Störfaktor für die Lebewesen im Park waren. Der Motor ist laut, wir scheuchten durch unsere Nähe die Vögel auf, und der Wellenschlag am Ufer war ganz schön heftig. Und das ist ja nicht nur ein Boot am Tag.



Trotzdem war es natürlich ein tolles und einmaliges Erlebnis, und ich bin froh, diese Gelegenheit wahrgenommen zu haben.


(Ein bisschen unschön endete die Fahrt mittags gegen halb zwei in Saint-Louis mit Preisdiskussionen, und ich kann nicht mal genau sagen, ob es sich um ein Missverständnis oder um pure Frechheit handelte.)


Tag 20+21: Ausklang

 Die letzten Stunden meiner Senegalreise sind angebrochen. Schon gestern warf der Rückflug seine Schatten voraus - ich wurde zum Check-in au...