Mittwoch, 25. Februar 2026

Tag 19: La lagune Somone

Für den Nachmittag hatte Laurine mich gefragt, ob ich auf einen Bootsausflug nach Somone mitkommen möchte. Sie war am Strand von einem Victor angesprochen worden mit einem Angebot. Das wollten wir eigentlich zu dritt machen, aber Lorena hat sich dann doch ausgeklinkt.

Ok, dann halt nur wir beide. Treffen im Strandrestaurant Chez Diagne, 16 Uhr ging es los. Zunächst sind wir (der Bootsführer, Victor, Laurine und ich) mit einer Piroge nach Somone gebrettert.



Ich saß vorn und fühlte mich wie im Rennboot ...

https://youtube.com/shorts/HdYXMbasJrE?si=B3QQCgTIZ5d8reAo

... nur um hinterher zu erfahren, dass die Höchstgeschwindigkeit bei 29 km/h lag 🤣



In Somone, einem entspannten Ort mit Urlaubsflair, wechselten wir in ein anderes Boot.


Damit tuckerten wir durchs Naturschutzgebiet: die weiten, flachen Gewässer der Somone-Flussmündung.


Alles ist voller Sandbänke und Mangroven (und voller anderer Touristenboote). 



Es gibt auch eine Menge Vögel, allerdings ist das nach Besuch des Djoudj-Nationalparks nicht mehr sowas Besonderes und auch gar nicht vergleichbar.




Durch die dichten Mangroven zu manövrieren, war aber dennoch ein eindrucksvolles Erlebnis.

https://youtu.be/f2SqvlLmlYE?si=tF84OBmgA9XNbj1Z



Im Bug hängt ein Babyschuh als Glücksbringer :)


Zurück nach Saly ging es wieder mit unserem "Speedboat". Diesmal saß Laurine vorn.


(Zu zweit haben wir je 25000 FCFA für den Trip gezahlt. Zu dritt hätte es je 20000 gekostet.)




Tag 19: Réserve de Bandia

Gestern sind zwei junge Frauen, Laurine und Lorena, hier im Guest House angekommen, und wir haben uns zusammengetan für eine Tour in die Réserve de Bandia.

Das Reservat ist nur gut 15km entfernt. Ein Taxi dorthin (das dort auf uns wartet und uns dann auch wieder zurückfahren würde) kostet 20000-25000FCFA, das war den beiden zu teuer.

Stattdessen hat Lorena tatsächlich einen Yango-Fahrer gefunden heute morgen halb neun.

(Yango ist das senegalesische Uber und besonders in Dakar das Mittel der Wahl ... außer wenn man eine deutsche Telefonnummer hat. Ich konnte es darum leider nie nutzen.)

Der Yangofahrer hat nur 3000FCFA genommen (war nach der Hinfahrt dann aber auch weg).

Die Réserve de Bandia ist ein 3500 Hektar großes Reservat, wo "re-importierte" afrikanische Tiere leben. Im Senegal gibt es keine echte Wildnis mehr.

Die Fleischfresser (Hyänen, Krokodile ...) sind in großen separaten Gehegen untergebracht; für die Löwen müsste man noch mal extra eine Viertelstunde entfernt eine eigenständige Tour buchen, das haben wir nicht gemacht.

Am Eingang bezahlt man Eintritt pro Person, und dann versucht man sich mit anderen Gästen ein 8er-Safarifahrzeug zu teilen. Pro Fahrzeug ist ein Guide verpflichtend (auch dessen Kosten teilt man sich mit der Gruppe). Wir haben eine dreiköpfige Familie gefunden. Ich habe dadurch für den eigentlichen Besuch knapp 20000 FCFA bezahlt.




Zu Beginn sahen wir - eingezäunt - Hyänen ...


such die Hyäne

... und große Schildkröten.

https://youtu.be/ADUvifvSCfg?si=zzzxbfgCZNLnfxCr

Im Reservat selbst liefen uns gleich Warzenschweine über den Weg ...





... und immer wieder Affen.





Außerdem leben hier um die hundert Giraffen.

https://youtu.be/fDr0M6dd13c?si=WGzoTN6l8Zzncws2

 das links sind Gazellen




(Die Giraffen-Tarnung war so perfekt, dass der Guide oft erst draufzeigen musste.)

such die Giraffe

Hinten am Tümpel sahen wir eine kleine Herde Zebras.

https://youtu.be/PyVl4ksJVk8?si=Bd_gfHs_FWB1cmjT

Versteckt und verhuscht auch Gazellen.


Ganz offen und völlig unbeeindruckt: Nashörner.




Und ebenfalls sehr entspannt chillten die Antilopen, alle offenbar an die Besucherautos längst gewöhnt.




In der Ferne gab es vereinzelte Strauße. (Die waren soviel größer als ich erwartet hatte!)




Und viele weitere Tiere, die ich nicht alle benennen kann.


irgendwelche Büffel?



(Und gerade die kleineren hab ich auch nicht alle vernünftig fotografieren können. Eine Art Streifenhörnchen oder Manguste. Hühnerartige Laufvögel. Überhaupt viele Vögel.)

Nur die "Senegalracke" hab ich vor die Linse bekommen und gleich nachgeschlagen:


Alles ist voller Baobabs, und mittendrin steht sogar ein heiliger ...




Die Fahrt durchs Reservat dauerte etwa zwei Stunden; anschließend sind wir noch auf dem Besuchergelände herumgelaufen mit Blick auf die Krokodile ...



Und da man die Affen nicht füttern durfte, ...

... mussten sie sich selbst an der Bar bedienen. Dieses Exemplar hat die Orangenscheibe aus dem Glas geklaut und sich schnell aus dem Staub gemacht :)




Zurück sind wir quasi per Anhalter gefahren - das erste kleine Stück zur Hauptstraße umsonst, für die zweite längere Strecke nach Saly hat der Fahrer uns für 5000 FCFA direkt vor die Haustür gebracht.


Das war ein schöner und ausgefüllter Vormittag!


Tag 20+21: Ausklang

 Die letzten Stunden meiner Senegalreise sind angebrochen. Schon gestern warf der Rückflug seine Schatten voraus - ich wurde zum Check-in au...