Montag, 16. Februar 2026

Tag 10: Saint-Louis

 


Ich hab es doch getan. Nach dem Frühstückskaffee hab ich langsam zusammengepackt und bin mittags mit den Österreichern nach Saint-Louis gefahren.

Bei Martin und Sigrid im Auto


Da sie einkaufen wollten, war der Auchan ein ideales Ziel, von dort stapfte ich zu Fuß durch die sandigen Nebenstraßen in die Auberge Marie José.


Nett, ein lauschiger Innenhof, mein Zimmer ist oben links.


Obwohl es glaub ich das günstigste Hotel in fußläufiger Stadtlage ist (billiger als die Airbnbs), wohne ich hier luxuriöser als die letzte Woche. Mehrere Lampen, auch richtig helle. Licht im Bad. Ein fest angeschraubter Wasserhahn. Ein frisches Handtuch! Ein Stuhl, ein Tischchen. Ganz zu schweigen von Klimaanlage und Fernseher, die ich beide wohl nicht benutzen werde. Nur Klopapier gibt es mal wieder nicht.


Ich unternehme einen kurzen Spaziergang, die Mittagshitze ist erbarmungslos.


Das Restaurant "Chez Adja" ist von außen unscheinbar, innen gut besetzt, und ich bekomne Reis mit Gemüse und einen Bissap für 2000 FrancsCFA.



Ich bin die einzige, die mit dem Rücken zum Flatscreen sitzt, auf dem gerade ein Fußballspiel läuft. 

Nach einem kleinen Abstecher in den Auchan flüchte ich wieder in mein kühles Zimmer.


Am Abend bei erträglicheren Temperaturen laufe ich noch mal los, ich möchte die Brücke überqueren in die Altstadt.

Bei mir ums Eck wird abendlicher Sport betrieben - mal beschaulich mit Boule ...

... mal sehr energetischer Fußball.


Es ist ungewöhnlich diesig und staubig, an der Hauptstraße tragen einige Leute Mund-Nasen-Schutz. 

Sonnensuchbild

Ich denk da gleich an den Harmattan, den "Winter"-Wind aus der Wüste. Er war der Grund, warum ich meine Reise Richtung Süden beginnen wollte, in der Hoffnung, dass er schon schwächer geworden ist, wenn ich erst später im Norden bin.

So richtig schön ist es nicht in dieser staubigen Luft.




Ich versuch es morgen noch mal.


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