Heute habe ich einen halbtägigen Ausflug in den Djoudj Nationalpark gemacht. Es handelt sich immerhin um das weltweit drittgrößte Vogelreservat, ist UNESCO-Weltnaturerbe/ Weltkulturerbe.
Ich war in einer 5er Gruppe plus Fahrer plus Guide. Unterwegs kauderwelschten wir in Französisch, Englisch und Spanisch.
Die 60km lange Anfahrt ging hauptsächlich über eine Piste, die nur in der Trockenzeit befahrbar ist.
Unterwegs sahen wir Affen im Gebüsch, aber die sind immer schnell geflüchtet.
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| Mauretanische Einwanderer ;) |
Am Eingang des Parks war mal ein Hotel, das heute nur noch ein Lost Place ist.
Während wir darauf warteten, unser Boot besteigen zu können, rannte tatsächlich ein Wildschwein Warzenschwein vorbei!
Und die ersten Pelikane ließen sich am Ufer blicken.
Wir stiegen zusammen mit anderen Gästen in das Boot und fuhren los.
Schon bald sichteten wir riesige Pelikanansammlungen in der Ferne ...
... und fuhren ganz dicht dran vorbei.
https://youtube.com/shorts/wUtKcHfNdGc?si=gyx8xM7lUMssbPz3
Auch in der Luft neben und über uns war was los!
Da wurde wild um die Wette geknipst ...
Es gab natürlich auch viele andere Vögel, die jedoch von den Pelikanmassen sehr in den Schatten gestellt wurden.
Ich muss irgendwann in Ruhe nachschlagen, was ich da eigentlich für Spezies gesehen habe. Unser Guide hatte ein Bilderbuch mit den französischen und englischen Bezeichnungen parat, aber das sagte mir kaum was. (Und wer weiß, ob ich die deutschen Namen kennen würde.) Immerhin: Möwen, Reiher und Kormorane hab sogar ich identifiziert. Ganz in der Ferne war wohl auch ein Flamingo zu sehen, aber mein entsprechendes Handyfoto ist viel zu schlecht geworden.
Ganz vereinzelt sonnten sich am Ufer sogar Krokodile.
Leider sahen wir auch Pelikane, die sich in einem Fischernetz verfangen hatten.
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| Der Pelikan rechts hängt fest |
Es hieß, jemand von den Parkrangern kümmert sich darum, und es wird wohl auch die Polizei eingeschaltet, weil Fischerei hier verboten ist. Ich möchte gern glauben, dass das wirklich so passiert.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir mit unserem Boot ein großer Störfaktor für die Lebewesen im Park waren. Der Motor ist laut, wir scheuchten durch unsere Nähe die Vögel auf, und der Wellenschlag am Ufer war ganz schön heftig. Und das ist ja nicht nur ein Boot am Tag.
Trotzdem war es natürlich ein tolles und einmaliges Erlebnis, und ich bin froh, diese Gelegenheit wahrgenommen zu haben.
(Ein bisschen unschön endete die Fahrt mittags gegen halb zwei in Saint-Louis mit Preisdiskussionen, und ich kann nicht mal genau sagen, ob es sich um ein Missverständnis oder um pure Frechheit handelte.)






































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