Montag, 23. Februar 2026

Tag 17: Plage de Saly

Heute hab ich einen dreigängigen Frühstückskaffee im lauschigen Garten meines Hostels genossen. 


Auf der Mauer, auf der Lauer ... sitzen zwei Zaungäste

Dies ist die Straße, das Guest House ist das rote Haus links.


Von hier muss man nur 10 min um ein paar Ecken gehen und ist am Strand!


Ich habe einen Spaziergang am Wasser Richtung Nordwesten gemacht und zurück.

Beim türkisen Kreuz wohne ich, bis zum blauen Punkt bin ich gelaufen



Ich wollte aus Dakar Postkarten schicken an die Geburtstagskinder - nicht zu bekommen! :(



Es gibt Strandhotels und ein paar wenige Badegäste, alle hellhäutig. Die Menschen in Shorts und Bikini sind schon sehr auffällig, sowas sieht man sonst nicht im Senegal bei Erwachsenen, auch nicht am Strand. Ich wurde während meines Spaziergangs schon in normaler Kleidung ständig angesprochen von irgendwelchen Koberern (höflich zu bleiben fällt mir immer schwerer) - halbnackt und allein hätte ich mich extrem unwohl gefühlt; aus gutem Grund habe ich keine Badesachen mit auf die Reise genommen.

Ich landete in der Bar eines lebhaften All-inclusive-Hotels und gönnte mir einen alkoholfreien Cocktail.


https://youtu.be/uOZmGsT7YUo?si=_ZEP5fqzj5X-4PMj

Dann wanderte ich den gleichen Weg zurück.



Nachmittags holte ich noch ein paar frische Lebensmittel im Auchan und habe extra zum Vergleich mal die hiesige Haustierabteilung geknipst:

6 Regale! Da kann man sich die Dimensionen dieses Supermarkts vorstellen - noch größer als der in Dakar. In Thiès gab es nur ein einziges Regal mit ein bisschen Hunde- und Katzenfutter.


Sonntag, 22. Februar 2026

Tag 16: Ankunft in Saly

 Nach drei Tassen Kaffee und einem halben trockenen Baguette bin ich heute gegen halb 10 von Jadirata aufgebrochen. Sie hat mich instruiert, wie ich mit den öffentlichen Bussen, Linie 5 oder 10, zur "Garage" komme, also zum Busbahnhof, wo angeblich alle Naselang Transporter nach M'bour abfahren.

Der erste Bus, der kam, trug keine Nummer, hielt aber an und ließ mich einsteigen. Zwei Passagiere saßen drin, und es stellte sich heraus, der Bus ist gerade nicht im Dienst, fährt aber sowieso zur Garage und nimmt uns umsonst mit! 

Sowas ist mir im Leben erst einmal zuvor passiert! *)

An der Garage zeigte mir eine nette Frau die richtige Stelle. (Ich hätte lange gesucht, so unübersichtlich und voller Fahrzeuge war das - und nirgends stand was dran ... ausreichend Zeit für eine lange Suche hätte ich aber auch gehabt.)

Um 10 saß ich schon im richtigen Minibus, da war er noch fast leer. 

Und er muss ganz und gar voll sein, um loszufahren ... 

Das dauerte bis 12:30. 

Und wo wir mit DemDikk von der schnellen Sorte waren, fühlte ich mich nun wie in einer schleichenden Sardinenbüchse. Gut, dass es sich nur um eine relativ kurze Fahrt handelte!

Gegen zwei waren wir in M'bour, ich hab mich vom Taxi erst an eine falsche Adresse bringen lassen (hab selbst nicht aufgepasst) und bin mal wieder durch die Hitze marschiert mit schwerem Gepäck zum richtigem Standort im Stadtteil Saly Bambara.

Da unten, wo der rote Pfeil sitzt, verortet Google Maps das Bégué Guest House. Da oben beim blauen Punkt ist es in Wirklichkeit. (Und ich hätte die korrekten Koordinaten sogar gehabt!)

(Das hab ich jetzt bei Google als Änderung beantragt, die haben neulich auch schon mal auf mich gehört.)

Naja, dadurch ist der Weg zum Auchan viel näher als gedacht ;)

Nach einem langwierigen Kampf mit dem codierten Schlüsselkasten bin ich endlich in die Unterkunft gelangt und habe ein einfaches Zimmer in hostelmäßiger Atmosphäre. Ist echt schön hier, das gemeinsame Bad hat eine Tür und das WLan ist stabil ;) Es gibt einen kleinen Garten, eine Küche mit Waschmaschine und bisher zwei andere Reisende, die mir schon alles gezeigt haben.





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Der Auchan ist diesmal keine Viertelstunde zu Fuß entfernt, sodass ich am späten Nachmittag ein paar Zutaten kaufe ...

... und mir eine leckere Zucchini-Linsen-Pfanne mit Couscous mache.


Die Küche gibt nicht so viel her (z.B. keine einzige Schale oder Schüssel für den Couscous, kaum Besteck, und statt Salz nehm ich meine Brühwürfel), aber ich improvisiere.




Eigentlich ist es noch zu heiß für ein warmes Abendessen, aber ich genieße es so richtig.


Und für morgen ist davon auch noch eine zweite Portion übrig, yeah :)



Samstag, 21. Februar 2026

Tag 15: Thiès

 Ich bin gestern Nachmittag mit dem DemDikk Bus für 5000 FCFA von Saint-Louis nach Thiès gefahren, von ca. 15-19 Uhr waren wir unterwegs. DemDikk habe ich bisher als zuverlässige und preiswerte Transportmöglichkeit zwischen den größeren Städten kennengelernt. Pünktlich, sauber, gut organisiert, keine halsbrecherische Fahrweise, dennoch zügig.

Meine Airbnb-Gastgeberin Jadirata hat mich mit ihrem Auto von der Busstation abgeholt. Das war ein Deal, weil ihr Standort auf Airbnb viel zentraler angezeigt war als er tatsächlich ist. Das hab ich leider erst nach der Buchung von ihr erfahren, angeblich wusste sie nichts davon. 

Laut Anzeige ist sie da, wo das rote Kreuz ist. Tatsächlich da, wo der blaue Punkt ist. Es dauert eine Stunde, ins Zentrum zu laufen :( 


Die Unterkunft ist ok. Das gemeinsame Bad hat keine Tür, nur einen Vorhang, das finde ich sehr unangenehm. Hier ist noch ein anderer Gast. 

Das Waschbecken ist offen im Flur; hinter dem Vorhang sind Klo und Dusche

Von innen kann man diesen "Paravent" davorlehnen


Das WLan ist schlecht, setzt ständig aus, und man muss den Router in der Küche ab- und wieder anstöpseln.

Aber es gibt ein Handtuch, Klopapier, Moskitonetz (zum ersten Mal auf dieser Reise ist das auch wirklich nötig), eine Dachterrasse und eine Katze.

Jadirata ist auch sehr sympathisch, halb Spanierin, halb Senegalesin, und hat das Kätzchen von der Straße bei sich aufgenommen, Tigresa. Da hatten wir schon mal Gesprächsstoff. Wir reden Spanisch, aber das bringt mich ganz schön durcheinander, weil mir ständig französische Vokabeln dazwischenfunken.

Das schöne Wohnzimmer darf ich mitnutzen

Frühstück mit Tigresa


Tigresa ist soo dünn, ich hab vorhin im Auchan erst mal 2 Dosen Katzenfutter mitgenommen (je kleiner die Orte, desto weniger Auswahl im Supermarkt ...) Madame ist begeistert. 

Aber allein der Fußmarsch zum Auchan dauert 35 Minuten entlang der vollen und staubigen Hauptstraße, das geht für mich nur vormittags, wenn es noch etwas kühler ist.

Jetzt am Nachmittag ist es so heiß, dass ich im Zimmer bleibe. 




Nachher fährt Jadirata zum Einkaufen in die Stadt und nimmt mich mit ins Zentrum.

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Der späte Nachmittag:

Ich war in der Stadt, aber das hätte ich mir auch sparen können. Ich dachte, das "Village artisanal" wäre einen Besuch wert, jedoch hatte ich kaum meinen Fuß aufs Gelände gesetzt, als ich schon von allen Seiten angesprochen wurde - fast jeder wollte mich auf genau sein Geschäft aufmerksam machen, und ich bin nach einer kurzen Runde wieder geflüchtet.









Ein bisschen skurril mutete die offenbar vergessene Weihnachtsdeko an.





Ansonsten fand ich das Stadtzentrum nichtssagend und irgendwie beliebig. Zurück bin ich gelaufen und war noch mal eine Stunde unterwegs.

Donnerstag, 19. Februar 2026

Tag 13: noch mal Museen

 Da ich nach der Djoudj-Tour auf der Altstadt-Insel abgesetzt wurde, suchte ich mir dort erst mal was zu essen. Ich landete im vietnamesischen Restaurant, dessen Speisekarte Gemüsiges versprach. Offensichtliche Asiaten gab es dort allerdings nicht. Der Chef am Tresen war wohl ein ausgewanderter Europäer, die Belegschaft sah einheimisch aus.

Ich bekam einen richtig leckeren Salat.





Und für die heißen Nachmittagsstunden waren ja noch Museen übrig vom "Archipel".

Ich besuchte erst "Les Comptoirs".


Das war ganz anders als erwartet. Es sind verschiedene Fotos, Bilder und Skulpturen ausgestellt, vor allem aber wirkte das ganze Gebäude nicht wie ein Museum, sondern eher wie ein schickes und großzügiges Restaurant. Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich um einen Veranstaltungsort für Künstler (oder so) ...















Anschließend habe ich die drei Stockwerke des "Origines" besichtigt. 


Besonders angesprochen haben mich die kulturellen Exponate der Dogon aus Mali, denn vor 16 Jahren bin ich selbst durchs Pays de Dogon gewandert und habe dort z.B. solche Türen und Leitern als Alltagsgegenstände kennengelernt (und benutzt).









Die Ausstellung umfasste aber noch viel mehr Völker Afrikas ... hier nur eine Mini-Auswahl.





Vom Dach aus hatte man einen tollen Ausblick.




Anschließend spazierte ich noch durchs Quartier Sud und dann zurück in meine Auberge.







Und hier lieg ich nun im Bett und lausche unfreiwillig der Ramadan-Beginn-Musik draußen. Das geht schon seit Stunden und hört hoffentlich bald auf. Sonst müssen zum ersten Mal auf dieser Reise meine Ohrstöpsel zum Einsatz kommen ...

https://youtu.be/UCzxxC8m6DE?si=jf0eId6F7JWOIORp  (Ton an!)

Habe übrigens später erfahren, dass das nichts mit Ramadan zu tun hatte, sondern jeden Freitag hier im Viertel Live-Musik ist als Community-Veranstaltung.



Tag 20+21: Ausklang

 Die letzten Stunden meiner Senegalreise sind angebrochen. Schon gestern warf der Rückflug seine Schatten voraus - ich wurde zum Check-in au...