Ich bin gestern Nachmittag mit dem DemDikk Bus für 5000 FCFA von Saint-Louis nach Thiès gefahren, von ca. 15-19 Uhr waren wir unterwegs. DemDikk habe ich bisher als zuverlässige und preiswerte Transportmöglichkeit zwischen den größeren Städten kennengelernt. Pünktlich, sauber, gut organisiert, keine halsbrecherische Fahrweise, dennoch zügig.
Meine Airbnb-Gastgeberin Jadirata hat mich mit ihrem Auto von der Busstation abgeholt. Das war ein Deal, weil ihr Standort auf Airbnb viel zentraler angezeigt war als er tatsächlich ist. Das hab ich leider erst nach der Buchung von ihr erfahren, angeblich wusste sie nichts davon.
Laut Anzeige ist sie da, wo das rote Kreuz ist. Tatsächlich da, wo der blaue Punkt ist. Es dauert eine Stunde, ins Zentrum zu laufen :(
Die Unterkunft ist ok. Das gemeinsame Bad hat keine Tür, nur einen Vorhang, das finde ich sehr unangenehm. Hier ist noch ein anderer Gast.
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| Das Waschbecken ist offen im Flur; hinter dem Vorhang sind Klo und Dusche |
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| Von innen kann man diesen "Paravent" davorlehnen |
Das WLan ist schlecht, setzt ständig aus, und man muss den Router in der Küche ab- und wieder anstöpseln.
Aber es gibt ein Handtuch, Klopapier, Moskitonetz (zum ersten Mal auf dieser Reise ist das auch wirklich nötig), eine Dachterrasse und eine Katze.
Jadirata ist auch sehr sympathisch, halb Spanierin, halb Senegalesin, und hat das Kätzchen von der Straße bei sich aufgenommen, Tigresa. Da hatten wir schon mal Gesprächsstoff. Wir reden Spanisch, aber das bringt mich ganz schön durcheinander, weil mir ständig französische Vokabeln dazwischenfunken.
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| Das schöne Wohnzimmer darf ich mitnutzen |
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| Frühstück mit Tigresa |
Tigresa ist soo dünn, ich hab vorhin im Auchan erst mal 2 Dosen Katzenfutter mitgenommen (je kleiner die Orte, desto weniger Auswahl im Supermarkt ...) Madame ist begeistert.
Aber allein der Fußmarsch zum Auchan dauert 35 Minuten entlang der vollen und staubigen Hauptstraße, das geht für mich nur vormittags, wenn es noch etwas kühler ist.
Jetzt am Nachmittag ist es so heiß, dass ich im Zimmer bleibe.
Nachher fährt Jadirata zum Einkaufen in die Stadt und nimmt mich mit ins Zentrum.
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Der späte Nachmittag:
Ich war in der Stadt, aber das hätte ich mir auch sparen können. Ich dachte, das "Village artisanal" wäre einen Besuch wert, jedoch hatte ich kaum meinen Fuß aufs Gelände gesetzt, als ich schon von allen Seiten angesprochen wurde - fast jeder wollte mich auf genau sein Geschäft aufmerksam machen, und ich bin nach einer kurzen Runde wieder geflüchtet.
Ein bisschen skurril mutete die offenbar vergessene Weihnachtsdeko an.
Ansonsten fand ich das Stadtzentrum nichtssagend und irgendwie beliebig. Zurück bin ich gelaufen und war noch mal eine Stunde unterwegs.


















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